Theater SCHAUEN
Hier stellen wir Ihnen und euch vor, was bei uns auf den Bühnen zu sehen sein wird – angefangen von Aufführungen für Jugendliche über Inszenierungen für Kinder bis zu Stücken für die ganz Kleinen.
Zu allen Stücken gibt es Materialmappen, die Sie jederzeit anfordern können: theaterpaedagogik@dt-goettingen.de
Dramaturgin und Leiterin Programm Kinder und Jugendliche
Sonja Bachmann 0551.49 69-384
Theaterpädagogin
Gabriele Michel-Frei 0551.49 69-361, theaterpaedagogik@dt-goettingen.de
Hol dir deine Theaterflatrate! → https://www.dt-goettingen.de/abonnements
Neu in der Spielzeit 2026/27 • Premieren
»Pinocchio« • Henner Kallmeyer nach Carlo Collodi • 6+
Premiere: 21. November 2026 • dt.1

Es war einmal ein Stück Holz – ein wirklich besonderes Stück Holz, das mit uns eine zauberhafte Reise unternimmt, die nichts weniger als eine der berührendsten Geschichten über Mut, Neugier und Menschsein unserer Zeit mit sich bringt. Der Holzschnitzer Gepetto schnitzt aus einem Stück Holz eine Puppe, doch kaum ist sie fertig, erwacht sie zum Leben. Neugierig, ungestüm und voller Tatendrang stürzt sich Pinocchio in eine Welt voller Verlockungen statt zur Schule zu gehen und muss manchmal auch schmerzhaft erfahren, dass jede Entscheidung Folgen hat. Nicht zuletzt, dass manche Lügen vielleicht lange Nasen verursachen. Auf seiner Reise begegnet Pinocchio wundersamen Figuren, besteht Prüfungen und gerät immer wieder in Situationen, in denen Mut, Ehrlichkeit, Fantasie und Empathie gefragt sind. Mit viel Humor und ein wenig Melancholie erzählt »Pinocchio« eine Geschichte, die alle Generationen bewegt. Seid dabei, wenn aus einem Stück Holz ein echtes Abenteuer wird!
→ zum Stück und allen Terminen
Alle Termine sind bereits veröffentlicht und an der Theaterkasse buchbar
»Die Brüder Löwenherz« • Astrid Lindgren • 10+
Premiere: 19. November 2026 • dt.2

»Weine nicht, Krümel, wir sehen uns in Nangijala wieder!« Mit diesen Worten verabschiedet sich Jonathan von seinem Bruder Karl, den er liebevoll Krümel nennt, und lässt sein Versprechen kein leeres sein: schon sehr bald sehen sie sich in dem wunderbaren Kirschtal in Nangijala. Dort erlebt man von früh bis spät Abenteuer wie in der Zeit der Lagerfeuer und Sagen, in der es sich einfach und leicht leben lässt. Doch diese Idylle ist bedroht: Im benachbarten Heckenrosental, das einst mit dem Kirschtal verbunden war, hat Tengil die Macht übernommen und führt eine Schreckensherrschaft. Der Drache Katla ist von allen gefürchtet, Verrat ist an der Tagesordnung und sogar die Übernahme vom Kirschtal hat Tengil geplant. Es beginnt ein Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit, den eigentlich Jonathan führt, aber in dem auch der Hasenfuß Krümel zu einem wahrhaften Löwenherz wird. Astrid Lindgrens 1974 erschienenes und vielfach ausgezeichnetes Kinderbuch erzählt von der Kraft des Zusammenseins, vom ungekannten, aber vorhandenen Mut, vom Vertrauen in die eigenen Kräfte und es erzählt einfühlsam vom Umgang mit dem Tod, der nicht das Ende von Liebe und Zuneigung ist, und heilsamem Trost.
»Michael Kohlhaas« • Nach der Novelle von Heinrich Kleist • 15+
Premiere: 23. Januar 2027 • dt.1

Ein einzelner Bürger zerbricht an der Willkür der Mächtigen. Wie weit darf er für seine Gerechtigkeit gehen? Der Betroffene: Michael Kohlhaas, ein Pferdehändler und immer rechtschaffend. Als ihm aber Unrecht geschieht, sucht er den legalen Weg – doch Ämter versagen, Gerichte schweigen, die Obrigkeit schützt die eigenen Reihen. Aus dem Vertrauen in den Rechtsstaat wird Verzweiflung, aus Geduld Wut, aus dem Wunsch nach Gerechtigkeit ein kompromissloser Kampf. Wann wird aus berechtigtem Protest radikaler Widerstand? Mit seiner Novelle »Michael Kohlhaas« schrieb Heinrich von Kleist einen der eindringlichsten politischen Texte der deutschen Literatur. Durch die Zeiten der letzten 116 Jahre blieb dieser Selbsthilferachezug erschütternd aktuell und brisant wie am ersten Tag. Im Zentrum dieses packenden politischen Dramas über Machtmissbrauch, Korruption und die Fragilität demokratischer Strukturen stehen die herausfordernden Fragen aktueller Gesellschaften nach individueller Verantwortung, nach zivilem Ungehorsam und nach den Grenzen legitimen Widerstands. Zwischen persönlicher Tragödie und gesellschaftlichem Flächenbrand machen die moralischen Konflikte in dieser Geschichte spürbar, welche gefährliche Kraft Menschen entwickeln können, die sich nicht mehr gehört fühlen.
»Sturmhöhe« • Nach dem Roman von Emily Brontë • 15+
Premiere: 25. März 2027 • dt.1

Auf einer Anhöhe stehend, umgeben von der Moorlandschaft im englischen Yorkshire, peitscht der Wind unerbittlich um das einsame Anwesen, das Anwesen mit dem Namen Wuthering Heights. Sein Besitzer ist der gutmütige Mr. Earnshaw. Er lebt zunächst mit seinen Kindern Catherine und Hindley auf Wuthering Heights, doch schon bald bringt er auch den Waisenjungen Heathcliff auf sein Gut. Der Junge wirkt zügellos und wird insbesondere von Hindley nur widerwillig in die Familie aufgenommen. Doch zwischen der jungen Catherine und Heathcliff entsteht schnell eine Liebe, die für sie nicht weniger bedeutet als Seelenverwandtschaft. Es sind jedoch die Schranken der Gesellschaft und die Abgründe des eigenen Stolzes, die die beiden Jugendlichen auseinandertreiben. Angespornt von hemmungsloser Wut kehrt Heathcliff einige Jahre später zurück, um sich an all jenen zu rächen, die seinem Glück im Weg standen. Emily Brontës einziger Roman, schon längst ein Klassiker der englischen Literatur, erzählt eine packende, sowie Zeit, Moral und Stand überdauernde Liebesgeschichte, die nach und nach auch dunkle Seiten wie Obsession, Rache und Tragödie enthüllt.
Wieder da in der Spielzeit 2026/27
Kati will Großvater werden • Nach dem Kinderbuch von Signe Viška und ElĪna Braslina • 4+
Premiere: 15. März 2026 • dt.x Bellevue

»Wenn ich Großvater werde, können Großvater und ich beste Freunde sein und Großvaterdinge machen«, meint Kati. Doch was heißt Großvater sein? Kati weiß es! Große Hände haben, Zitronenbonbons und Streichhölzer in den Taschen herumtragen, Akkordeon spielen, es nie eilig haben und eine weiße Wolke auf dem Kopf tragen. Und so macht sie sich daran, all das zu erreichen, damit sie es ihm gleichtut und mit ihrem Großvater den ganzen Tag Großvaterdinge unternehmen kann.
Mit viel Erfindungsgeist und Fantasie stattet sie sich aus und überrascht ihren Großvater, der fröhlich und neugierig seinem neuen alten Gegenüber begegnet.
Signe Viska und Elina Braslina erzählen in ihrem 2021 erschienen Kinderbilderbuch von der wunderbaren Begegnung der Generationen, die sich trotz oder eher gerade wegen aller Unterschiede viel zu geben haben. Ein großes Plädoyer für Aufgeschlossenheit, Mitgefühl und Austausch für alle – ob jung oder alt, klein oder groß!
© Lenja Kempf
Der kleine Wassermann • Otfried Preußler • 4+
Premiere: 02. Dezember 2023 • dt.x Bellevue
mobil buchbar

Bei Familie Wassermann im Mühlenweiher gibt es gute Nachrichten: Der kleine Wassermann ist geboren und gesund, munter und neugierig. So hat er schnell die größte Lust, das sichere Zuhause zu verlassen und seine Umgebung zu entdecken, und sehr bald finden die Eltern, dass er raus darf! Auf seinen Erkundungstouren trifft er auf viele Bewohner*innen des Weihers wie den Fisch Neunauge und er begibt sich irgendwann
sogar an Land, wo er Menschen kennenlernt und das Wasser aus dem Himmel fällt. Bis es Winter wird, das Eis den See bedeckt und alle schlafen gehen bis zum nächsten Frühjahr …
Wie Kinder in der Welt eine Orientierung finden, wie sie aufgeschlossen auf alles zugehen und wie sie entdecken, was gefährlich, was gemütlich, was fröhlich ist – bei all dem begleitet sie Otfried Preußlers Kinderbuchklassiker bis heute.
Vormittagsvorstellungen
buchbar auf Anfrage
© Lenja Kempf
Privatar – Mission MiniBot
Eine Stückentwicklung des Spielclub 12+ zur Ausstellung
»PRIVATAR – Digitales ICH im Klassenzimmer« • 10+
Eine Kooperation mit dem Forum Wissen und der Universität Göttingen
Premiere: 29. April 2026 • Forum Wissen

»Was ist das? (Alle flüstern) Der MiniBot!« An besonderen Tagen verwandelt sich der Forum Wissen Freiraum in ein Bühnenbild für die Aufführungen »PRIVATAR – Mission MiniBot« des Spielclub 12+ vom Deutschen Theater Göttingen unter der Leitung von Pia Kröll und Gabriele Michel-Frei. In dieser theatralen Inszenierung beschäftigen sich die Jugendlichen damit, ob ein MiniBot einem kranken Kind helfen kann den Anschluss im Schulunterricht nicht zu verlieren, wie der MiniBot die Klassendynamik verändert und welche Missverständnisse und Probleme die Klassengemeinschaft auf die Probe stellen. Der Eintritt ist frei!
Kartenbestellung ausschließlich über die Homepage des Forum Wissen.
Netboy – Der Film • Basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück von Petra Wüllenweber • 12+
Es gibt Tage, an denen alles nervt: die geschiedenen Eltern, die Lehrer und manchmal selbst die besten Freunde. Vor allem, wenn letztere hauptsächlich mit dem ersten Verliebtsein beschäftigt sind. Olaf ist in Marie verliebt, obwohl er für sie einfach nur ein Kumpel ist. Wo er Marie mit seinen Annäherungsversuchen zu nahe kommt, würde Maries Freundin Sarah – die über beide Ohren in Olaf verknallt ist – am liebsten die Plätze tauschen.
© Gabriele Michel-Frei
Hier kommen Sie zum Bestellformular_Netboy
Krabat • Otfried Preussler • 13+
Premiere: 20. November 2025 • dt.2

Elf Raben erscheinen dem Betteljungen Krabat im Traum und sie raten ihm, zur alten Mühle am Schwarzen Wasser zu gehen. Nacht für Nacht kommen sie wieder und schließlich zieht Krabat los und findet sich in der Mühle ein. Hier begrüßen ihn der Meister und seine elf Schüler*innen, die Krabat gerufen haben, um das Dutzend voll zu machen. Gern willigt er ein! Denn es gibt hier Arbeit, Unterkunft, Essen und eine Gemeinschaft. So halten sie die Mühle am Laufen und werden vom Meister in der Kunst der Künste unterrichtet. Sie lernen dabei nicht nur das Zaubern, sondern auch, was Macht bedeutet und wie das System aus Untertänigkeit und Herrschaft funktioniert. Jahr für Jahr wird geprüft und es muss sich erweisen, wer bleibt, wer aufsteigt und wer mit dem Leben bezahlen muss. Und es reift bei Krabat der Wunsch, mit Hilfe von Freundschaft und Liebe nicht nur aus dem System auszusteigen, sondern es sogar zu besiegen. Seit 1971 ist »Krabat« ein Roman für Junge und Alte, der über die Verführung von Macht, dem Wunsch nach Anerkennung und der Kraft des Widerstands erzählt und in seiner Aktualität nichts verloren hat. Er wurde mit dem Europäischen, Deutschen, Niederländischen und Polnischen Jugendbuchpreis ausgezeichnet und in bislang 35 Sprachen übersetzt.
Immer Frühlings Erwachen • David Paquet frei nach »Frühlings Erwachen« von Frank Wedekind deutsch von Frank Weigand deutschsprachige Erstaufführung • 15+
Wieder da ab Freitag, 18. September 2026

Melchior, Otto, Wendla, Martha, Moritz und Ilse sind jung und mitten in der Pubertät dabei, das zu werden, was erwachsen genannt wird. Sie versuchen, sich zu orientieren, Wege zu finden, im Hormonchaos nicht unterzugehen, und vielleicht sogar eine lebenswerte Zukunft zu erreichen. Die Eltern und Lehrkräfte scheinen da keine besondere Hilfe zu sein. Zum einen, weil das sowieso noch nie in der Pubertät geholfen hat und Abnabelung ein Teil der Lebensphase ist, aber noch viel mehr deshalb, weil die Erwachsenen selbst mehr am Schwimmen in ihrer Lebenswirklichkeit sind, als dass sie gesicherte Positionen (inne) hätten. Die Welt ist erschüttert und mittendrin erforschen die sechs jungen Menschen ihre Sexualität und Lüste, ihre Ängste und Unsicherheiten, ihre Ziele und Wünsche – menschlich wie politisch. Und nicht alle schaffen es, an ein Ziel zu kommen. Der Frankokanadier David Paquet hat Frank Wedekinds Klassiker »Frühlings Erwachen« neu geschrieben. Bei ihm sind die Heranwachsenden und die Erwachsenen um sie herum im 21. Jahrhundert angekommen und können uns emotional berühren und auch zum Lachen bringen.
© Thomas Müller
All das Schöne • Duncan Macmillan mit Jonny Donahoe • 13+
Premiere 26. November 2022 • dt.2

2: Wasserschlachten. 2390: Menschen, die nicht singen können, denen das aber nicht bewusst oder völlig egal ist. 993: Nachtisch als Hauptgericht essen.
Sie ist sieben, als ihre Mutter versucht, sich das Leben zu nehmen. Siebzehn beim zweiten Versuch. Wie geht man als Kind damit um, wenn die Mutter vergisst, wofür es sich zu Leben lohnt? Man schreibt eine Liste. Mit allem, was schön ist. 201: Hängematten. 992: Wissen, dass man im Wildpark mit dem Schlüsselbund klappern muss, damit die Ottern auftauchen. 9994: Freundliche Katzen. 777777: Die Aussicht, sich als mexikanischer Wrestler zu verkleiden. Eine Lebensliste gegen die Traurigkeit, die sich langsam auch in das eigene Leben schleicht. Eine Liste zum Weitermachen, bis zur Nummer 1000000 – und darüber hinaus. Duncan Macmillan hat einen Monolog geschrieben, der todernst und komisch, unsentimental und gleichzeitig zutiefst berührend ist. Einen Monolog für das Überleben.
Auf Anfrage unter theaterpaedagogik@dt-goettingen.de
© Thomas Müller
Mephisto • nach dem Roman von Klaus Mann • 15+
Premiere: 26. April 2025 • dt.1

Der exzentrische und ehrgeizige Schauspieler Hendrik Höfgen schlägt sich zunächst 1926 als Provinzgröße am Hamburger Künstlertheater durch, doch avanciert er in kürzester Zeit zum Liebling der Herrschenden und zum Intendanten des Berliner Staatstheaters. Als die Nationalsozialisten an die Macht kommen, flieht er zunächst, wie viele seiner Kolleg*innen, aus Angst vor möglicher Verfolgung. Doch als armer Flüchtling im Exil leben, während in Deutschland der Rausch von Prominenz und Erfolg winkt? Wohl kaum. Schnell kehrt er zurück, arrangiert sich mit den neuen Machthabern und verrät somit nicht nur seine eigenen politischen und ethischen Ideale, sondern auch seine Freund*innen und Kolleg*innen. Er gibt sich dem Drang danach, ganz oben zu sein, gänzlich hin, egal auf welche Kosten, und wird so zum »Affen der Macht, zum Clown, zur Zerstreuung der Mörder«. Klaus Mann hat diesen »Roman einer Karriere« 1936 im Zorn (und im Amsterdamer Exil) geschrieben: Erbittert musste er registrieren, wie grassierend ein haltloser Opportunismus um sich griff. Er schuf mit »Mephisto« eine höchst detaillierte Menschenbeobachtung, die Fragen stellt nach persönlicher Integrität, nach Opportunismus und Widerstand, und danach, wie sich die Kunst zur Macht verhält.
Hier geht’s zum Stück
© Georges Pauly
Hier findet ihr unseren aktuellen Spielplan → https://www.dt-goettingen.de/spielplan