Theater SCHAUEN

Hier stellen wir Ihnen und euch vor, was bei uns auf den Bühnen zu sehen sein wird – angefangen von Aufführungen für Jugendliche über Inszenierungen für Kinder bis zu Stücken für die ganz Kleinen.
Zu allen Stücken gibt es Materialmappen, die Sie jederzeit anfordern können: theaterpaedagogik@dt-goettingen.de

Dramaturgin und Leiterin Programm Kinder und Jugendliche

Sonja Bachmann 0551.49 69-384

Theaterpädagogin

Gabriele Michel-Frei 0551.49 69-361, theaterpaedagogik@dt-goettingen.de

Der kleine Wassermann unterwegs • Lesung von Ausschnitten aus »Der kleine Wassermann« von Otfried Preußler mit spielpraktischen Element • 4+

Das Angebot kann in unterschiedlichen zeitlichen Längen gebucht werden. Lesung und spielpraktische Übungen sind flexibel kombinierbar. Termine werden nach Absprache gemacht. Was ist für Ihre Gruppe das passende Angebot?

 

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf: theaterpaedagogik@dt-goettingen.de
Tel: 0551.49 69-361

Die fürchterlichen Fünf • Nach dem Bilderbuch von Wolf Erlbruch • 4+

Die Kröte sitzt unter einer Brücke, sieht elend aus und fühlt sich fürchterlich. Gerade dann kommt die Ratte vorbei und ruft ihr zu »wir werden alle nicht hübscher!«  Und auch die Fledermaus und die Spinne giften sich nur gegenseitig an. Es ist eben nicht lustig, wenn alle anderen einen nur hässlich und eklig finden. Einzig die Hyäne sieht die Sache anders: »Ob andere meinen, man sei hässlich oder schön, ist vollkommen unwichtig. Was zählt, sind Taten! Man muss was tun! Für sich – und für die anderen!«

 

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© Thomas Müller

Ronja Räubertochter • Familienstück von Astrid Lindgren für die Bühne bearbeitet von Barbara Hass • Premiere 20. November 2022 • 6+

Als Räubertochter muss Ronja ziemlich viele Gefahren kennen und meistern lernen, denn im Wald gibt es den Höllenschlund und dichten Nebel, Wilddruden und Graugnome, Irrwege und (nicht zu vergessen!) andere Räuber. Zum Stolz ihrer Eltern schlägt sie sich dabei wacker, lebensfroh und sogar mit viel Zugewandtheit. Als sie eines Tages auf einem ihrer Gänge durch den Wald Birk kennenlernt, entspinnt sich eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden und sie verstehen sich nicht nur gut, sondern helfen sich gegenseitig in Notsituationen. Das einzige Dilemma ist: Birk ist der Sohn von Borka, dem mit Ronjas Vater Mattis verfeindeten Räuberhauptmann und dadurch ist es den Kindern laut den Vätern verboten, sich weiterhin zu sehen. Schaffen es Ronja und Birk, ihre Freundschaft nicht aufzugeben und stattdessen vielleicht sogar althergebrachten Gräben zwischen den Vätern zu überwinden und aus zwei verfeindeten Räubersippen eine friedliche Gemeinschaft werden zu lassen? Sie riskieren und wagen viel, ihr Zusammenhalt macht sie stark in einem Kampf um gegenseitige Akzeptanz und ihr Wissen um die Macht der Freundschaft hilft ihnen in den Konflikten. Bis sie es schließlich schaffen, die Eltern zu etwas zu bewegen, was sie vorher nie bereit gewesen wären zu tun!
Letztes Jahr feierte Astrid Lindgrens »Ronja Räubertochter« 40. Geburtstag und seit dem Erscheinen hat das Kinderbuch nichts verloren an seiner Utopie und dem Glauben an die Kraft der Kinder.

 

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Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute • Jens Raschke • Premiere 2. Oktober 2021 • 10+

»Stellt euch einen Zoo vor. Einen Zoo vor vielen Jahren. Einen Schwarzweißfotozoo.« Warum? Weil die Geschichte in einem Zoo vor etwa 80 Jahren spielt. Es gibt dort Menschenaffen, Murmeltiere, Trauerschwäne, Mufflons und Eichhörnchen, die in guter Nachbarschaft leben und gespannt sind auf den neuen Bären.

 

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© Thomas Müller

Netboy – Der Film • Basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück von Petra Wüllenweber • 12+

Es gibt Tage, an denen alles nervt: die geschiedenen Eltern, die Lehrer und manchmal selbst die besten Freunde. Vor allem, wenn letztere hauptsächlich mit dem ersten Verliebtsein beschäftigt sind. Olaf ist in Marie verliebt, obwohl er für sie einfach nur ein Kumpel ist. Wo er Marie mit seinen Annäherungsversuchen zu nahe kommt, würde Maries Freundin Sarah – die über beide Ohren in Olaf verknallt ist – am liebsten die Plätze tauschen.

 

© Gabriele Michel-Frei

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All das Schöne • Duncan Macmillan mit Jonny Donahoe • Premiere 26. November 2022 • 13+

2: Wasserschlachten. 2390: Menschen, die nicht singen können, denen das aber nicht bewusst oder völlig egal ist. 993: Nachtisch als Hauptgericht essen.
Sie ist sieben, als ihre Mutter versucht, sich das Leben zu nehmen. Siebzehn beim zweiten Versuch. Wie geht man als Kind damit um, wenn die Mutter vergisst, wofür es sich zu Leben lohnt? Man schreibt eine Liste. Mit allem, was schön ist. 201: Hängematten. 992: Wissen, dass man im Wildpark mit dem Schlüsselbund klappern muss, damit die Ottern auftauchen. 9994: Freundliche Katzen. 777777: Die Aussicht, sich als mexikanischer Wrestler zu verkleiden. Eine Lebensliste gegen die Traurigkeit, die sich langsam auch in das eigene Leben schleicht. Eine Liste zum Weitermachen, bis zur Nummer 1000000 – und darüber hinaus. Duncan Macmillan hat einen Monolog geschrieben, der todernst und komisch, unsentimental und gleichzeitig zutiefst berührend ist. Einen Monolog für das Überleben.

 

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Höhe.Punkt • ah!-Kollektiv • Premiere 11. September 2022 • 13+

Das »ah!-Kollektiv« sind Alma, Lilli, Nele, Moritz und Paul, die seit vielen Jahren in diversen Spielclubs und Produktionen des Deutschen Theater Göttingen mitspielen. Einige von ihnen leiten oder haben Spielclubs am Theater bereits selbst in Teams geleitet.
Das ah!-Kollektiv setzt sich mit ihrem Theaterprojekt szenisch mit Liebe und Sexualität auseinander. Sie haben Interviews mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und im Alter von drei bis 83 Jahren geführt, die ihnen als Grundlage für den Aufbau ihres Stücks dienen. Sie lassen filmisch und in szenischer Umsetzung Fragmente der Interviewphase in die Textfassung einfließen.

 

Nachdem bereits ihr Szenenausschnitt beim Jugendkulturpreis Niedersachsen 2022 einen Sonderpreis erhielt, präsentieren sie nun das gesamte Stück.

 

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Nichts. Was im Leben wichtig ist • Janne Teller • Premiere 11. März 2022 • 13+

»Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun«, ruft Pierre Anthon und verlässt die Klasse. Seine Mitschüler*innen sind verwirrt. Wenn Pierre Anthon recht hat, warum gehen sie dann jeden Tag zur Schule? Hat dann auch die erste Liebe keine Bedeutung? Was ist mit ihren Wünschen und Hoffnungen für die Zukunft? Es muss doch etwas geben, das im Leben wichtig ist! Und so macht sich die gesamte Klasse auf die Suche nach der Bedeutung.
Rückblickend erzählt die damals vierzehnjährige Agnes, wie die Suche der Jugendlichen mehr und mehr außer Kontrolle geraten ist.

 

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© Thomas Müller

Die Verwandlung • Philipp Löhle nach Franz Kafka • Premiere 29. April 2023 • 14+

Gregor Samsa ist Handlungsreisender in Sachen Tuch und in dieser Funktion nach dem Bankrott der väterlichen Firma alleiniger Finanzierer des Familienlebens, zu dem seine Mutter, sein Vater und seine Schwester Grete gehören. Doch eines Morgens, als er aus unruhigen Träumen erwacht, findet er sich zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt und damit unfähig, seiner Arbeit weiter nachzugehen, sich richtig zu bewegen oder außerhalb seines Zimmers ein auch nur annähernd normales (soziales) Leben zu führen. Mit dieser ungeheuerlichen Verwandlung verändert sich nicht nur Gregors Dasein und Leben, sondern auch das der Familie, die sich darum bemüht, die veränderte Situation nicht nach außen dringen zu lassen, sich selbst irgendwie zu versorgen und ein neues Verhältnis zu dem nicht mehr altbekannten Sohn und Bruder zu entwickeln. Ganz unterschiedlich sind ihre Strategien, mit dem Unfassbaren und der sie einigenden Überforderung und Ohnmacht umzugehen: Während Grete beispielsweise versucht, Gregor gut mit Essen zu versorgen, räumt die Mutter das Zimmer aus, um dem Sohn mehr Platz zu verschaffen, und wird der Vater gewalttätig. Nach und nach aber kommen sie abgesprochen überein, das Schicksal anzunehmen, Gregor links liegen zu lassen, sich aktiv um sich selbst zu kümmern, das Leben anzugehen, statt es auszuhalten und sich selbst mehr zuzutrauen. Als das »ungeheuere Ungeziefer« schließlich stirbt, brechen die drei zu einem Ausflug ins Grüne auf und sehen einer positiven Zukunft entgegen.
Franz Kafkas Erzählung gehört zu den Texten der Weltliteratur, die wohl mit die meisten Interpretationen erfahren haben. Im Zentrum steht dabei oft die geheimnisvolle und außergewöhnliche Figur des Gregor Samsa. In Philipp Löhles Adaption wird allerdings die Familie um ihn herum mit all ihren Verwicklungen, Ängsten und Sehnsüchten stehen.

 

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Bombe! • Abdul Abbasi und Philipp Löhle • Premiere 29. Oktober 2022 • 15+

»Herzlich Willkommen zu unserem Abend heute. Bombe! Ja, Bombe, genau. Mit Ausrufezeichen. Bombe! Bäm.« Als erstes tritt natürlich auf: Abdul Abbasi! Er ist auf YouTube mit German LifeStyle aktiv, regelmäßig zu Gast bei Extra3 und Mitautor des Buchs »Eingedeutscht. Die schräge Geschichte unserer Integration«. Doch kann und darf er überhaupt im Theater auftreten? Kann das vielleicht nicht lieber jemand anders übernehmen? Was sagt die Behörde? Können Herr Kahn und Oliver beim Amt helfen? Wo kommt der Syrer überhaupt genau her und warum ist er in Deutschland? Wieso will er Zahnmedizin studieren und kein Asyl beantragen? Wie steht es mit seinen Deutschkenntnissen? Und was ist mit der Mitarbeiterin des BAMF, der Wohngemeinschaft und natürlich mit der Bombe mit Ausrufezeichen?
Abdul Abbasi und Philipp Löhle schicken in ihrem gemeinsam geschriebenen Stück vier Schauspieler*innen des Ensembles auf eine komische und erhellende Tour de Farce über die Lage der Willkommens-Nation in Sachen Integration inklusive syrische und deutsche Vorurteile.

 

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Der Schimmelreiter • Theodor Storm • Premiere 23. September 2021 • 15+

Das Meer ist immer präsent in Theodor Storms 1888 vollendeten Novelle »Der Schimmelreiter«. Eine ebenso faszinierende wie bedrohliche Naturgewalt, die das Leben der Küstenbewohner*innen bestimmt. Mit dem Deich hat der Mensch das Meer in seine Schranken gewiesen. Der Deich schützt nicht nur vor Sturmfluten, er sichert auch das Land, das der Mensch mühsam dem Ozean abgerungen hat.

 

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© Isabel Winarsch

Die Räuber • Friedrich Schiller • Premiere 18. Juni 2021 • 15+

Zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Der ältere Bruder Karl von Moor genießt das wilde Studentenleben in Leipzig, wird vom Vater geliebt und gefördert und hat auch sonst alles Glück im Leben. Er ist ein empfindsamer Lebemann, dem die Herzen der Menschen zufliegen, dem das Familienerbe zusteht und der dazu noch mit der schönen Amalia verlobt ist. Sein jüngerer Bruder Franz hingegen lebt in dessen Schatten, ist mit Hässlichkeit gestraft und muss um die Gunst des Vaters kämpfen. Deswegen will Franz Rache nehmen – am Bruder, am Vater und am Schicksal, das ihn so hart bestraft hat. Mit kaltem Intellekt spinnt er eine raffinierte Intrige, die Karl beim Vater in Misskredit bringt. Es kommt zum Eklat: Karl, der einstige Lieblingssohn, wird vom Vater verstoßen und lässt sich zum Anführer einer Räuberbande wählen. Von falschem Idealismus geleitet ziehen die Räuber marodierend und vergewaltigend durch die Lande und verbreiten Angst und Schrecken, bis die Liebe zu Amalia Karl ins väterliche Schloss zurücktreibt. Doch die Unterstützung der Räuberbande im Kampf gegen den Bruder, ein Wiedersehen mit dem Vater und auch der Selbstmord von Franz können sein tragisches Ende nicht abwenden, denn das brutale Leben als Räuber fordert seinen Tribut.

 

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© Thomas Müller

Der Hund muss raus • Ein Suchtstück von Philipp Löhle • Premiere 1. April 2022 • Uraufführung • 16+

Wir begegnen Drogen überall: Auf dem Bahnhofsvorplatz, im Büro, auf Partys und Festivals, am Mittagstisch der Kirche, im Supermarkt oder an der Bushaltestelle. Doch gibt es typische Verknüpfungen von Biografie, Ereignissen, Dispositionen und bestimmten Drogen? Stellt das Leben irgendwann die Weichen oder ist jede*r einzelne für seine*ihre Süchte und Abhängigkeiten selbst verantwortlich? Und wie reagiert die Gesellschaft auf Süchtige? Philipp Löhle erforscht in Gesprächen mit Betroffenen und Expert*innen Mechanismen und Realitäten von Drogen und Süchten und schreibt für das Ensemble auf der Bühne ganz eigene Geschichten.

 

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© Thomas Müller